Heute stehen Ihnen eine Fülle von erprobten Angeboten zur Entspannung offen, die Sie entweder selbst oder auch unter kurzer Anleitung eines Experten z.B. bei der Volkshochschule schnell erlernen können. Einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.
Sie können dies gleich hier ausprobieren: Welches Erlebnis in Ihrem Leben macht/e Sie besonders froh, sodass Sie gerne daran denken? Zu dem Erlebnis haben Sie ein Bild in Ihrer Erinnerung abgespeichert. Diese Bilder nennt man auch “Traumbilder“, z.B.:
Wichtig für Ihr Traumbild ist nur, dass das Erlebnis ausschließlich mit richtig guten Gefühlen besetzt ist. Haben Sie ein schönes Erlebnis gefunden, an das Sie sich gerne erinnern? Machen Sie es sich bequem, schließen Sie die Augen und tauchen Sie in das Bild, das Ihr Gedächtnis Ihnen zu dem Erlebnis bereitstellt, ein. Geben Sie sich Ihrem Traumbild hin, kosten Sie es aus, erleben Sie die schönen Gefühle erneut.
Ein kleiner Trick für Neulinge der Traumbildertechnik
Gehört ein bestimmter Duft oder Geschmack zu Ihrem Traumbild? Das kann der Duft von Rosen, von Schokoladeneis oder von Meeresfrüchten, von Tannen, einer frisch gemähten Wiese oder der Duft eines Parfüms oder Aftershaves sein. Das Duftgedächtnis ist beim Menschen sehr ausgeprägt. Daher können Düfte, die mit dem Traumbild verbunden sind, Sie schnell die positiven Empfindungen wieder erleben lassen (Aromatherapie). Sind Sie richtig in dem schönen Gefühl? Gratulation, Sie haben das Aktivitätsmuster verlassen. Verweilen Sie bitte einige Minuten oder gerne auch länger in diesem Zustand. Die Entspannung, die nun einsetzt, lässt auch Ihre Muskeln lockerer werden. Das wiederum wirkt sich positiv auf Ihre Empfindungen und die Tiefe Ihrer Entspannung aus.
So leicht und schnell anzuwenden, dass es Kinderpsychologen ihren kleinen Patienten auch zum Anwenden in der Schule empfehlen. Zum tieferen Verständnis der Wirkweise der progressiven Muskelentspannung kurz etwas über angespannte Muskeln: Der menschliche Körper reagiert auf Stress automatisch mit dem Fluchtinstinkt. Dabei spannt Ihr Körper die Muskeln an, um schnell aus der bedrohlichen Situation fliehen zu können. Dies geschieht unwillkürlich. Leider unterscheidet der Körper nicht zwischen Situationen, wo es Sinn macht zu fliehen, und Situationen, wo es keinen Sinn macht. Er spannt also immer die Muskeln an. Egal, ob Sie vor einem wilden Tier fliehen müssten oder ob Sie Stress im Beruf oder privat haben. Mit angespannten Muskeln sind Sie automatisch im Aktivitätsmuster und können nicht entspannen. Ein Teufelskreis, aus dem die progressive Muskelentspannung heraushelfen kann.
Machen Sie Ihre rechte Hand zur Faust. Dann zählen Sie langsam bis zehn. Bei jedem Zahlenschritt spannen Sie die Muskeln Ihrer Hand fester an. Sind Sie bei zehn angelangt, sollte Ihre Faust so fest sein, dass es fester nicht geht. Nun öffnen Sie langsam die Hand und lassen locker. Das Gleiche können Sie mit den Muskeln in Ihrem rechten Arm, dem rechten Bein und dem rechten Fuß machen und dann zur linken Seite wechseln. Durch die von Ihnen selbst stufenweise hervorgerufene Anspannung von eins bis zehn und das darauffolgende Loslassen bzw. Lockern machen Sie sich ein Prinzip der Muskeln zunutze: Auf eine extreme Anspannung folgt Entspannung. Und das wiederum erlaubt, in das Entspannungsmuster zu kommen. Da Ihnen niemand ansieht, ob Sie gerade eine Muskelentspannung nach Jacobson machen, können Sie diese Entspannungstechnik überall anwenden. Gerade auch bei der Arbeit oder während einer stressigen Situation. Manchmal reicht es schon, mehrmals die Faust anzuspannen. Nicht verkehrt ist es, sich mit dieser praktischen Entspannungstechnik intensiver zu beschäftigen. Volkshochschulen und einige Krankenkassen bieten Kurse an, in denen Sie lernen können, die Spannung zu dosieren.
Alles Methoden, die zu einer tiefen Entspannung führen können. Wir möchten Ihnen empfehlen, diese Arten der Entspannung unbedingt in Kursen bei (staatlich) anerkannten Institutionen oder Trainern zu lernen. Besonders Yoga ist zu empfehlen, da es auch Ihre inneren Organe stärken kann, zu mehr Beweglichkeit verhilft und insgesamt eine vorbeugende, gesundheitsfördernde Wirkung hat.