Damit das Blut durch Ihre Blutgefäße zirkulieren kann, braucht es einen gewissen Druck. Jeder Herzschlag löst eine Druckwelle aus, die in die Blutgefäße weitergeleitet wird. Die Regulation des Blutdrucks erfolgt durch ein Zusammenspiel von Gefäßweite, Herzleistung und Blutvolumen. Bei vielen Menschen ist der Blutdruck erhöht und liegt über der kritischen Grenze von 140/90 mm Hg. Hoher Blutdruck tut nicht weh und verursacht oft jahrelang keine Beschwerden. Hoher Blutdruck aber ist eine Belastung für Ihr Herz, denn es muss ständig mehr Leistung erbringen, um gegen den hohen Druck noch genügend Blut in die Arterien zu pumpen. Auf Dauer bekommen Sie eine Herzschwäche, denn das Herz ist dieser Mehrarbeit nicht gewachsen. Es muss wachsen, um diese Leistung aufbringen zu können. Da die Durchblutung des Herzmuskels aber nicht in gleichem Maße gesteigert werden kann wie die Muskelmasse, kommt es zu Durchblutungsstörungen und am Ende zu Vernarbungen. Der Herzmuskel wird immer größer und schwächer, er „leiert aus“.
Auch die Blutgefäße müssen über Jahre dem höheren Druck standhalten. Auch diese fangen daher an zu wachsen, werden dicker und härter. Bluthochdruck begünstigt zudem Fettablagerungen in den Blutgefäßen. Dadurch wird die Durchblutung schlechter, besonders in den kleinen Gefäßen der Niere. Verhärtete Gefäße neigen eher zu plötzlichen Verschlüssen mit dramatischen Folgen: Herzinfarkt oder Schlaganfall.